Wo bleibst Du Trost der ganzen Welt?

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
während die Welt auseinander fällt?
Während Bomben fallen bei Tag und Nacht
und Menschen fliehen in aller Hast?

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
während die Welt auseinander fällt?
Während Menschen an Abendbrottischen
nun mit den Kindern über Krieg reden müssen?

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
während die Welt auseinander fällt?
Während wir hier in diesem Land
unsere Freiheit leben aus anderer Hand?

Du bist der Trost der ganzen Welt,
der diese Nacht mit uns erträgt.
Du steigst hinab ins tiefe Tal
und erleidest Todesqual.

Du bist der Trost der ganzen Welt,
der uns Menschen alle hält.
Du bist dabei und du gehst mit,
führst uns hindurch mit deinem Blick.

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Bildnachweis: Photo by Annie Spratt on Unsplash

Poesie mit Sternchen

Zugegeben, es ist etwas ungewohnt in poetischen Texten das * zu verwenden. Auch für mich.
Da stolpert man beim Schreiben und Lesen, ärgert sich vielleicht, liest nochmal von vorne und fragt sich, was das soll?!

In meinem Text am 6. Januar 2022 habe ich es trotzdem getan.
Warum?
An diesem Tag habe ich in den sozialen Netzwerken viele Bilder der Heiligen drei Könige gesehen, die anders waren als gewohnt.
Es waren mehr als drei Figuren, Frauen, farbige Menschen oder Kinder zu sehen, die dem Stern nach Bethelehem gefolgt sind, um dem Kind im Stall Geschenke zu bringen.

Der Stern führt in die Weite. Genau das soll in meinem Text deutlich werden. Dieser Text soll gewohnte Bilder hinterfragen, vor unserem inneren Auge Königinnen erscheinen lassen und ein Gottesbild hervorholen, das mehr sein kann, als ein König. Vielleicht eine Königin?
Stolpern, nochmal lesen, ärgern und hinterfragen, ob mein Bild der Könige vielleicht überarbeitet werden muss.
Ein Stern kann das. Er will in die Weite führen.

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Photo by Markus Spiske on Unsplash