Wohin sollte ich?

Mein Leben. Mein Halt.
Mein Fels. Meine Hoffnung. Du.
Wohin sollte ich?

Wohin sonst gehen?
Dein Stecken und Stab trösten.
Für mich bist du da.

Du bist da. In mir.
Neben Angst und Mutlosigkeit.
Ich schmeiße es dir hin.

Du fängst mich auf. Jetzt.
Meine Heimat ist bei dir.
Ich bleibe sicher.

Geborgen. Bei Dir.
Heute und morgen bist du.
Bei dir will ich sein.

Du gehst mit. Immer.
Du bist mein Immanuel.
Wohin sollte ich?

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Ich habe im Rahmen des GJW-Projektes „Journey to the heart“ über meinen Glauben geschrieben, ohne die gängigen Wörter zu benutzen. Sechs Tage ein Haiku.
https://www.gjw.de/material-publikationen/corona/journeys-of-the-heart/

 

Mein Aber nimmst Du leise in den Arm

Sieben Wochen lang habe ich täglich ein Haiku geschrieben. Diese ganz spontane Idee war für mich selbst eine besondere Erfahrung. Ich hatte manchmal Angst, dass mir die Worte ausgehen, aber sie haben gereicht. Und jetzt?
Jetzt gibt es diese Worte gesammelt in einem kleinen Heft. Ein Büchlein als Erinnerung für mich an diese besondere Wochen.
Wer die gesammelten Haikus gerne selber in der Hand halten möchte, kann mir gerne eine Nachricht schreiben.
Ein Heft für besondere Zeiten, für sieben Wochen, die vor dir liegen oder für einzelne Tage, an denen du Worte suchst. Hier kannst Du leihen, verschenken, sammeln und erinnern.
Es war eine besondere Fastenzeit – auch durch die Coronakrise.
Und vielleicht schreibe ich auch weiter Haikus – nicht jeden Tag, aber ab und zu, wenn mir Worte in den Sinn kommen.

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Woche 7 – Jeden Tag ein Haiku – Fastenzeit 2020

#43 Mit Hoffnung im Herz
leben, lieben, glauben, Sein.
Jeden Morgen neu.

#44 Mutig hoffen. Sein.
Mutig glauben. Ich bin Sein.
Mutig lieben. Jetzt.

#45 Hilflos mitleiden.
Mit den Vergessenen jetzt.
Du gehst ins Dunkle.

#46 Wenn Gott schweigt. Stille.
Aushalten, ertragen. Jetzt.
Der Garten wartet.

#47 Du wartest auf mich.
Im Garten erkenne ich Dich.
Du, Immanuel.

#48 Bei dir bin ich, Ich.
Ich lasse mich fallen. Jetzt.
Du hältst mich ganz fest.

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