Ganz nah

Schon der erste Ton erzählt mir,
ich war viel zu lange nicht hier.
Worte und Töne bringen die Sehnsucht
zum Klingen und erzählen von dir.

Wie vermisse ich das Singen,
und die Stimmen neben mir,
in Worten und Tönen entdecke
ich so viel von dir.

Heute war ich da.
Ganz da und ganz nah bei dir.
Und bei mir.
Im Gottesdienst.

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Bei mir

Bist du dann immer noch bei mir,
wenn ich nichts mehr leiste, nichts mehr kann?

Bist du dann immer noch hier,
wenn ich nichts mehr geben kann?

Wenn ich einfach nur bei mir bin
und Sehnsucht mich hält,
ohne all das, was in der Welt heute zählt?

Bist Du dann immer noch bei mir?

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Es ist vollbracht

Bis zum Ende meiner Selbstzweifel

Bis zum Ende meiner Selbstanklagen

Bis ans Ende meiner Sehnsucht

Du

In der Tiefe deiner Nacht umarmst du meine Dunkelheit und sagst:

Es ist vollbracht!

Deine Verlassenheit

Deine Liebe

Deine Leidenschaft

Ich

Bis ans Ende meiner Verzweiflung

durch die Tiefe deiner Nacht gehst du diesen Weg

und sagst:

Es ist vollbracht!

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Text zuerst erschienen in DieGemeinde 06-2021 „Aus lauter Passion“