Herbst

Herbst riecht nach Kürbissuppe,
heißem Kakao und auch schon ein bisschen nach Zimt.
Hustensaft mischt sich dann und wann mit dazu.

Herbst klingt nach Abschied,
nach Trauer und vermissen müssen.
Nach Nachmittagen mit Decke und Buch,
nach langen Abenden mit Lieblingsserie und Tee, viel Tee.

Herbst sieht bunt aus.
Lila und orange, gelb und rot.
Dunkler Himmel und blinkende Warnweste,
wenn du fährst.

Herbst schleicht sich in mein Herz
und wühlt sich in meinen Bauch.
Er bringt Kälte mit und Schwere auch.
Doch im Gepäck hat er bunte Gummistiefel, Apfelkuchen und Wind.

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Urlaubsliste

Reicht eine Woche wirklich aus? Sollten wir nicht doch ein paar Tage wegfahren? Ein Ortswechsel tut bestimmt gut. Mal nicht sehen, was es noch alles zu tun gibt. Einfach ein bisschen raus. Mal wieder Meer sehen?!
Diese Gedanken habe ich mir vor unserer Urlaubswoche gemacht. Die To-do-Liste und die Projektwunschliste war lang und mir kamen Zweifel, ob es wirklich zum Abschalten und Erholen reichen wird.
Und nun ist Sonntagnachmittag, ich sitze bei den letzten Sonnestrahlen auf der Terasse, und blicke zurück auf eine schöne Woche, in der vieles Platz hatte – Zeit für eine Liste:

  • Familien- und Freundezeit
  • Marmeladenkochzeit
  • Ideen für den Garten entwickeln und umsetzen
  • Gemüsebeet winterfest machen
  • aus den letzten geernteten Dingen leckere Sachen kochen
  • Sonnenstrahlen auf der Terasse genießen
  • beim Terassendielen streichen den Gedanken nachhängen
  • Kinder beobachten, die stundenlang in einem Hänger voller Sand spielen
  • Fahrrad fahren und merken, wie sich dabei schlechte Laune in gute Laune verwandelt (und andersrum)
  • Lagerfeuer, Stockbrot und Würstchen
  • gemeinsam lachen
  • genervt sein von zuviel Nähe
  • Zeit für mich alleine
  • Kinder auf Bäumen
  • Teenies, die das ganze Haus in Beschlag nehmen
  • Freude, wenn etwas fertig geworden ist
  • neue Ideen für Haus & Garten entwickeln, die im nächsten Urlaub umgesetzt werden

Ich bin nach dieser Woche froh über das, was wir geschafft haben. Urlaub ist ja auch die Zeit, in der man Sachen machen kann, für die sonst keine Zeit ist. Das sind ja nicht nur unangenehme Dinge. Endlich habe ich wieder selber Marmelade gekocht und mich dabei sogar an die Quitten gertraut. Beim letzten Mal ist das schief gegangen. Ich bin dankbar für uns als Familie, in der wir viele Dinge gemeinsam machen können und in der trotzdem Zeit für Rückzug und Zeit für mich da ist. Das, das nicht selbstverständlich ist, wurde uns diese Woche gesagt. Das tut gut! Diese Woche tat mir gut.

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