mittendrin (2)

Sie wollte eigentlich nur mal gucken. Durchs Fenster, ganz vorsichtig. Nur mal gucken, was so los ist im café mittendrin. Jemand sagte dann zu ihr: „Komm rein, dann kannst Du raus gucken“. Seit dem ist sie mittendrin und hilft auch anderen Leuten dabei rein zu kommen. Sie lacht gerne, sie bekommt gerne Post und sie liebt die Körnerbrötchen beim Frühstück. Mit anderen Gästen teilt sie die Einsamkeit, seit der Mann verstarb. Deshalb versteht sie. Das braucht nicht viele Worte. Ich werde sie vermissen.

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mittendrin (1)

B. ist Stammgast von Anfang an. Dass, sein Leben nicht einfach war, sieht man ihm an. Unzählige Schlaganfälle lassen ihn humpeln. Mit der Fietse (Fahrrad) geht es besser. Die ersten Jahre stand er draußen am Stehtisch mit Kaffee und Zigarette. Inzwischen sitzt er mittendrin. Den Kuchen isst er mit viel Sahne. Meistens bringt er Blumen mit. Er redet nicht so viel, aber einen Spruch hat er immer auf den Lippen. Seit 15 Jahren ist er trocken, seit 10 Monaten raucht er nicht mehr. Sonst wäre er wohl schon unter der Erde. Heute kam er zum Tschüß sagen zum Frühstück. Früh Aufstehen ist sonst nicht seine Sache, aber was er sich vornimmt, das schafft er auch. B. du wirst mir fehlen.

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10 Minuten am Morgen

Wenn morgens alle aus dem Haus sind, genieße ich die Ruhe und nehme mir 10 Minuten um gut in den Tag zu starten. In diesem Advent gibt es zwei Begleiter an jedem Morgen. Bei Susanne Niemeyer von Freudenwort habe ich mich zum „Adventskalender zum Selberschreiben“ angemeldet. Jeden Morgen bekomme ich nun eine kleine Schreibanregung. Das große Thema heißt „Warten“. Nichts passt besser in meinen Advent 2015. Ich warte auf so vieles in diesem Jahr. In der kleinen Einstiegsgeschichte von Frau Niemeyer kommt ein Warteengel auf die Erde, der beim Warten helfen will. Braucht man beim Warten Hilfe? Oh ja. Denn: „Warten ist Tun, das man nicht sieht. Man tut innen was“. Die Hilfe dieses Engels nehme ich gerne in Anspruch. Und dann schreibe ich. Schreiben hilft mir mein Innerstes zu sortieren. Und manches davon, könnt ihr dann hier lesen.
Mein zweiter Begleiter ist der „Andere Adventskalender“. Jeden Tag ein Text, ein Gebet, eine Geschichte, die mich durch den Tag begleiten. Diese 10 Minuten laufen nicht jeden Tag gleich ab – mal gibt es Musik dazu. Mal eine Kerze in der Krippe. Oder nur Stille. Mal kommen mir sofort Ideen oder Menschen in den Kopf, denen ich nachgehen muss.
Nach dieser Zeit gehe ich geordneter in den Tag. Ruhiger und in der Gewissheit nicht alleine zu sein.
Was macht ihr morgens um in den Tag zu starten? Gibt es feste Rituale? Ich würde mich freuen davon zu lesen!

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