Wenn die Worte fehlen

Manchmal fehlen mir die Worte, obwohl sie in mir drin sind und raus möchten. Da tummeln sie sich in mir, diese Worte, und wissen nicht, wer zuerst kommt. Da sind sie so durcheinander geraten und streiten um Wichtigkeit und Schönheit. Da sind so viele Themen, die wichtig scheinen und die doch so schwer sind auszusprechen.

Manchmal bleiben sie mir im Halse stecken die Worte. Sie sind schon fast raus und wissen dann nicht weiter. Sie können es nicht ertragen, das gesehene Unrecht auch noch zu hören. Sie verstummen aus Angst nichts ändern zu können. Und manchmal haben sie Angst an der eigenen Unzulänglichkeit gemessen zu werden.

Wenn die Worte fehlen, hilft schweigen. Und schreiben. Und beten.
Schweigen mit dem Wunsch, dass die Worte ihren Weg zur richtigen Zeit finden.
Schreiben mit der Sehnsucht, dass es trotzdem gehört wird.
Beten in der Gewissheit, dass da Einer ist, der hört und sieht und mitgeht.

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Bildnachweis: knallgrün / photocase.de

Herzlich Willkommen

Es ist so einfach, Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, zu zeigen, dass sie hier bei uns willkommen sind. Heute im café mittendrin (eine Einrichtung unserer Kirche und der Nordhorner Tafel e.V.) waren zwei neue Gäste aus Syrien. Kaffee und Kuchen für wenig Geld, ein Lächeln und ein kurzes Gespräch, Visitenkarte mit Telefonnummer und ein „You are welcome“ reichen aus, um ihnen und mir ein Lächeln in diesen Tag zu zaubern. Und in unserer Kleinstadt laufen wir uns bestimmt bald wieder mal über den Weg. Herzlich Willkommen!

Wer etwas längere Willkommensgeschichten lesen möchte, kann dies bei dem Fotografen Martin Gommel tun. Aber Vorsicht, es könnte Dich berühren.

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