himmelwärts – Sehnsucht einer Jüngerin (3)

Wer weiß, ob du wirklich da oben bist,
aber manchmal wenn ich hoch schaue, sehe ich dich.
Mal in den Wolken, mal in den Sternen.
Ich kann gar nicht zählen, wie sehr ich dich vermiss.
Jeden einzelnen Tag quält mich die Frage,
ob dieser Abschied wahr ist
und das ist, was nun zählt.
Was soll ich ohne dich?
Wie soll ich gehen, reden, von Wundern erzählen?
Brot brechen und so tun, als ob da einer wär`?

Wo bist du, mein Herr?
Ich höre deine Worte von Abschied und Trost
und dass einer kommt, wenn du gehst und fehlst.
Doch, wärst du hier geblieben,
dann würde ja nichts fehlen.

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Fortsetzung folgt

sehnsuchtsworte

Ich habe Ostseesand in meiner Tasche gefunden
und folge der Sehnsucht bis zum Meer.
Hier wo die Wellen rauschen,
kann ich meinem Herz lauschen.
Kann Gedanken ordnen und mich erden,
kann werden und sein.
Hier bin ich.

Ich habe Liebe in meinem Herzen gefunden
und folge der Sehnsucht bis zu dir.
Mit dir bin ich zu Hause.
Gesehen, geliebt, erkannt,
beim Namen genannt.
Will nirgendwo anders sein.
Hier bin ich.

Ich habe Sterne am Himmel gefunden
und folge der Sehnsucht zu Gott.
Meine Schöpferin, du Ewige,
dein Vaterherz hält mich fest, wenn ich falle
Alles bin ich in dir.
Du lässt mich werden und sein.
Hier bin ich.

Ich habe Worte in meinem Leben gefunden
und folge der Sehnsucht bis zu mir.
Alles, was ich suche, alles was ich bin,
alles ist in mir.
Erträumt, ersehnt, erlebt. Ich kann sein.
Hier bin ich.

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Bildnachweis: Thomas Weißenfels, http://www.c-promo.de