Ich bin gestolpert und geflogen

In dieser Woche bin ich auf ein Lied der Band „Tonbandgerät“ gestoßen, dass ziemlich gut meine Stimmungslage wieder gibt. Ich kann zurzeit nicht viele Worte machen. Ich bin unterwegs, falle hin und stehe wieder auf. Vieles in mir ist verwirrt und unsicher. Deshalb teile ich heute nur diesen Refrain mit Euch:

„Ich bin gestolpert und geflogen,
war weit unten und ganz oben.
Ich bin viel zu lange auf den Beinen.
Ich komm jetzt heim. Ich komm jetzt heim.“

Text: „Ich komm jetzt heim“ von Tonbandgerät

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Abschied (2)

Freitag, 29.01.16

Das Haus ist leer und geputzt. Die Lampen fast alle abgeschraubt. Es wird dunkel.
Der LKW ist schon lange weg. Nur meine Mama und ich sind noch da.
Nun machen wir uns auf den Weg in unseren (vorerst) letzten Abend in Nordhorn.
Irgendwann in dieser letzten Woche reifte in mir der Plan für diesen Abschiedsabend.
Und so fahren wir ins Kloster Frenswegen zur Abendandacht. Ich bin ein bisschen wehmütig. Eigentlich hätte ich das viel öfter machen sollen. Einfach mal am Freitag- oder Samstagabend runterkommen und die Stille genießen. Aber es ging nicht. 18:00 Uhr ist einfach keine ideale Zeit für eine Familie.
Und so genieße ich diese letzte Andacht umso mehr. Wir werden herzlich begrüßt.
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10 Minuten am Morgen

Wenn morgens alle aus dem Haus sind, genieße ich die Ruhe und nehme mir 10 Minuten um gut in den Tag zu starten. In diesem Advent gibt es zwei Begleiter an jedem Morgen. Bei Susanne Niemeyer von Freudenwort habe ich mich zum „Adventskalender zum Selberschreiben“ angemeldet. Jeden Morgen bekomme ich nun eine kleine Schreibanregung. Das große Thema heißt „Warten“. Nichts passt besser in meinen Advent 2015. Ich warte auf so vieles in diesem Jahr. In der kleinen Einstiegsgeschichte von Frau Niemeyer kommt ein Warteengel auf die Erde, der beim Warten helfen will. Braucht man beim Warten Hilfe? Oh ja. Denn: „Warten ist Tun, das man nicht sieht. Man tut innen was“. Die Hilfe dieses Engels nehme ich gerne in Anspruch. Und dann schreibe ich. Schreiben hilft mir mein Innerstes zu sortieren. Und manches davon, könnt ihr dann hier lesen.
Mein zweiter Begleiter ist der „Andere Adventskalender“. Jeden Tag ein Text, ein Gebet, eine Geschichte, die mich durch den Tag begleiten. Diese 10 Minuten laufen nicht jeden Tag gleich ab – mal gibt es Musik dazu. Mal eine Kerze in der Krippe. Oder nur Stille. Mal kommen mir sofort Ideen oder Menschen in den Kopf, denen ich nachgehen muss.
Nach dieser Zeit gehe ich geordneter in den Tag. Ruhiger und in der Gewissheit nicht alleine zu sein.
Was macht ihr morgens um in den Tag zu starten? Gibt es feste Rituale? Ich würde mich freuen davon zu lesen!

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