meine worte

meer, wasser, sand

was sind deine sehnsuchtsworte und die orte,
die du suchst?

strandkorb, garten, sonnenschein

wohin zieht dein herz dich,
was lässt sich nicht los?

freundschaft, liebe, du

wo kannst du du sein
und zum ich werden?

silvester, zelten, dänemark

was sind deine trationen, rituale,
die dich tragen?

singen, tanzen, lachen

wie lässt du dein glück raus
und feierst deinen erfolg?

schöpferin, vaterherz, gott*

wer hält dich, wenn du fällst?

:::


Bildnachweis: Photo by Etienne Girardet on Unsplash

Gebetsfetzen

Gedankenfetzen in mir,
Wortanfänge und Sätze ohne Ende.
Höre meine Stimme kaum,
Deine aus der Ferne.

Will reden und gleichzeitig schweigen,
will schreien und still sein.
Ich will raus und laut sein
und drinnen allein bleiben.

Mit all diesen Stimmen in mir,
komme ich zu Dir.
Lege Dir hin die Fetzen meiner Gedanken,
die Worte, die mich fanden.

Bleibe Du bei mir und in dieser Zeit,
bei jedem Kind, das gerade weint.
In jeder Frau und jedem Mann,
in allen, die fliehen,
in allen, die bleiben und dann
beten wir gemeinsam um Frieden.

Amen.

:::

Bildnachweis: Photo by Pedro Lima on Unsplash


Poesie mit Sternchen

Zugegeben, es ist etwas ungewohnt in poetischen Texten das * zu verwenden. Auch für mich.
Da stolpert man beim Schreiben und Lesen, ärgert sich vielleicht, liest nochmal von vorne und fragt sich, was das soll?!

In meinem Text am 6. Januar 2022 habe ich es trotzdem getan.
Warum?
An diesem Tag habe ich in den sozialen Netzwerken viele Bilder der Heiligen drei Könige gesehen, die anders waren als gewohnt.
Es waren mehr als drei Figuren, Frauen, farbige Menschen oder Kinder zu sehen, die dem Stern nach Bethelehem gefolgt sind, um dem Kind im Stall Geschenke zu bringen.

Der Stern führt in die Weite. Genau das soll in meinem Text deutlich werden. Dieser Text soll gewohnte Bilder hinterfragen, vor unserem inneren Auge Königinnen erscheinen lassen und ein Gottesbild hervorholen, das mehr sein kann, als ein König. Vielleicht eine Königin?
Stolpern, nochmal lesen, ärgern und hinterfragen, ob mein Bild der Könige vielleicht überarbeitet werden muss.
Ein Stern kann das. Er will in die Weite führen.

:::

Photo by Markus Spiske on Unsplash