gestern abend

Es war so ein schöner Abend.
Gemeinsames Essen, reden über Gott und die Welt.
Erinnerungen teilen. Brot und Wein.
Es tut so gut nicht mehr alleine unterwegs zu sein.
Besessen.
Besessen von der Idee perfekt sein zu müssen.

Befreit.
Nun bin ich befreit. Frei, um in dieser Gemeinschaft zu leben.
Männer, Frauen und Kinder. Freunde. Familie.

Das tut mir so gut.
Ich merke, wie ich aufblühe unter diesen Menschen.
Freunde.
Der Stress der letzten Wochen fällt langsam von mir ab.
Ich atme auf und lasse los.

Es war so ein schöner Abend.
Die anderen wollten dann noch in den Garten.
Ich wollte alleine sein.
Über einige seiner Worte muss ich noch etwas nachdenken.

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Bildnachweis: Photo by Francois Pistorius on Unsplash

 

Unterwegsgeschichten (1)

Den ersten Tag seit Wochen bin ich mal wieder ganz alleine unterwegs. Ich genieße es total. In vollen Zügen, könnte ich auch schreiben, denn es geht mit dem Zug nach Hannover und wieder zurück.
Dabei treffe und beobachte ich ein paar Leute, die mich beeindrucken:
Da ist die Frau mit zwei Kindern im Zug. Die jüngere Tochter mit Down-Sydrom, die ältere mit Pubertier-Syndrom. Sie macht das toll. Ich bewundere sie sehr.
Da ist der Reinigungsmann am Bahnhof, der die Pfandflaschen für einen Sammler extra zur Seite gestellt hat.
Da ist der Mann, der seit einigen Jahren in einer Patchworkfamilie lebt mit all den Höhen und Tiefen.
Da ist die Frau, die dieses Jahr zwei Kinder von zu Hause gehen lässt. Sicherlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Unterwegs sein ist schön. Ich genieße es in vollen Zügen.

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