Poesie mit Sternchen

Zugegeben, es ist etwas ungewohnt in poetischen Texten das * zu verwenden. Auch für mich.
Da stolpert man beim Schreiben und Lesen, ärgert sich vielleicht, liest nochmal von vorne und fragt sich, was das soll?!

In meinem Text am 6. Januar 2022 habe ich es trotzdem getan.
Warum?
An diesem Tag habe ich in den sozialen Netzwerken viele Bilder der Heiligen drei Könige gesehen, die anders waren als gewohnt.
Es waren mehr als drei Figuren, Frauen, farbige Menschen oder Kinder zu sehen, die dem Stern nach Bethelehem gefolgt sind, um dem Kind im Stall Geschenke zu bringen.

Der Stern führt in die Weite. Genau das soll in meinem Text deutlich werden. Dieser Text soll gewohnte Bilder hinterfragen, vor unserem inneren Auge Königinnen erscheinen lassen und ein Gottesbild hervorholen, das mehr sein kann, als ein König. Vielleicht eine Königin?
Stolpern, nochmal lesen, ärgern und hinterfragen, ob mein Bild der Könige vielleicht überarbeitet werden muss.
Ein Stern kann das. Er will in die Weite führen.

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Photo by Markus Spiske on Unsplash

Eine Weihnachtsgeschichte (Teil 3)

Alles beginnt mit der Sehnsucht, doch der Weg zum Stall ist weit.
Unterwegs suchen sie Lichtspuren und greifen nach den Sternen wie nach Strohhalmen.
Sie gehen durch tiefe Täler und erreichen Hügel mit wunderbaren Aussichten.
In diesen Momenten wissen sie wieder warum und wohin sie unterwegs waren.
Daran können sie sich festhalten, Kraft schöpfen und weitergehen.

Dann sind sie da. Und mit ihnen alle, die sie unterwegs getroffen haben.
Nur hier ist die Sehnsucht zu Hause.
Hier kann das Herz zur Ruhe kommen und getröstet werden.
Hier hören sie das, was sie am nötigsten brauchen: „Fürchtet Euch nicht!“
Der Trost der ganzen Welt ist geboren.

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