Geschenk auf!

Papa Oskar wünscht sich, dass die Ente gut schmeckt. Denn dieses Jahr ist es nicht irgendeine Ente, sondern seine. Ja, Papa kocht. Er wollte das schon lange mal ausprobieren und seit einiger Zeit traut er sich das zu. Er setzt sich durch gegen die Ehefrau, die alles besser weiß, geht zur VHS und macht einen Kochkurs. Es macht richtig Spaß und es entspannt ihn. Es tut ihm gut mal etwas neben der vielen Arbeit zu haben, was schön ist und wo man den Erfolg so direkt schmecken kann. Nun am Heiligen Abend wünscht er sich nur noch, dass alles klappt, es allen schmeckt und das er mit sich zufrieden sein kann.
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Wunschzettel

Wünsche stehen bei uns gerade hoch im Kurs. Jeden Tag kommen die Kinder mit einem neuen Wunsch und das, wo ich diesmal echt früh bin und schon alles zusammen habe.

Doch, was wünsche ich mir?

Wenn ich mir etwas wünsche, zeige ich damit auch, dass ich etwas brauche. Erwachsenen fällt das oft schwerer – einmal, weil sie schon gelernt haben, dass materielle Geschenke nicht alles sind – aber auch, weil sie nicht so gerne zugeben, dass sie etwas brauchen.

Dieses Jahr brauche ich aber offensichtlich etwas, denn ich bin ko. Seit September läuft unser Leben ununterbrochen auf Hochtouren (bis auf eine Woche Urlaub im Herbst) und ich fühle mich leer und ausgelaugt. Ich brauche Ruhe. Vor allem im Kopf, denn mit drei Kindern ist im normalen Alltag eben nicht viel Ruhe drin. Ich brauche ein paar Tage an denen ich nicht an alles gleichzeitig denken muss, an denen ich nichts vorbereiten, planen und organisieren muss. Ich brauche ein paar Tage Zeit zum Spielen, Zeit zum Zuhören und Vorlesen, Zeit zum Singen und lachen. Ich brauche ein paar Tage nur mit Familie und mit niemandem sonst. Ich brauche Luft und Weite, kalte Spaziergänge, Wind und Wetter.

Ich wünsche mir das Meer.

 

Leben auf!

(Fortsetzung von Tür auf!)

Es ist Donnerstag und ich werde, wie jeden Morgen, durch die Kinder geweckt. Hatte Jesus nicht gesagt, dass er klingeln wollte? Kurz überlege ich, ob ich das Klingeln überhört habe, aber dann lässt mir die Morgenroutine keine Zeit zum Nachdenken mehr. Erst als ich um kurz nach acht am Schreibtisch sitze und alles ruhig ist, erinnere ich mich wieder. Wollte Jesus nicht wieder zu mir kommen? Gestern war er doch so real neben mir und mit mir unterwegs. Oder war das alles nur ein Traum? Komisch.Weiterlesen »