Eine Weihnachtsgeschichte (Teil 2)

Der letzte Kürbis des Erntejahres kommt in die Suppe. Glühwein, Stockbrot, Bratwurst und Marshmallows sind das Menü für den Vorabend. Gemeinsam mit Freunden um das Feuer sitzen:
so beginnt Weihnachten. Seit zwei Jahren ist die Runde leider kleiner.
Schon beim Suppe kochen, habe ich einen Weihnachtsmoment. Der Nachbar hängt einen großen gelben Herrhuter Stern vor seiner Tür auf. Er leuchtet bis in meine Küche. Kann Sternenliebe abfärben? Ja, das will ich glauben!

Als alle da sind, fängt es an zu schneien. Irgendwann sieht man die weißen Suppenteller auf dem Boden nicht mehr und bevor neuer Glühwein in die Tassen kommt, muss der Schnee ausgekippt werden. Die Kinder bauen Schneemänner, die Erwachsenen rücken immer näher ans Feuer. Es ist kalt, aber es ist so schön.

Weihnachtsmomente schenken Kraft für den Weg: Gemeinsam unterwegs sein. Einander durch Höhen und Tiefen begleiten. Geschenkte Weihnachtstüten auspacken und schöne Worte auf Postkarten lesen. Freundschaft feiern nah und fern. Stille Gebete für den Nachbarn sprechen und Sterne leuchten sehen. Sehnsucht kommt an.

Fortsetzung folgt

Teil 1 meiner Weihnachtsgeschichte: https://unterwegs-geschichten.de/2021/12/23/eine-weihnachtsgeschichte-teil-1/